Siedlungen Stägmatt 1 + 2 in Moosseedorf
135 Mietwohnungen, direkt an die Anlage Gmeinmatt angrenzend

2009–2013

Stägmatt 1

Bauherr: Swisscanto AG

TU: Halter AG, Bern und Zürich
Überbauungsordnung: Ecoptima AG, Bern

Grundstück: 23’000 m² (davon 3’000 m² Renaturierung)
AZ: 0.6
BGF: 12’000 m²
NWF: 9’796 m²
105 Mietwohnungen
101 Parkplätze in Tiefgarage
17 Besucherparkplätze


Stägmatt 2

Bauherr: Vaudoise Versicherungen

Grundstück: 6’156 m² (davon 480 m² Renaturierung)
AZ: 0.6
BGF: 3’406 m²
NWF: 2’806 m²
30 Mietwohnungen
30 Parkplätze in Tiefgarage
6 Besucherparkplätze


Lage und Erschliessung

Das Grundstück Stägmatt (Teilgebiete Ost und West) liegt ca. 350 m vom Moossee entfernt, grenzt auf der Ostseite an das stark begrünte Scheidgräbli und auf der Nordseite an den Urtenenbach. Für die beiden Wasserläufe liegt bereits ein Renaturierungskonzept vor, für dessen Realisierung immerhin 12% der Parzelle Stägmatt zur Verfügung gestellt werden. Südlich grenzt das Grundstück an eine ältere,moderat bebaute Gewerbezone, westlich an eine bestehende Gewerbeüberbauung. Das Grundstück wird durch die neue Stägmattstrasse erschlossen und damit mit der Bernstrasse verbunden. Die entlang der Südgrenze geplante Strasse für Langsamverkehr wird ersetzt durch einen halböffentlichen Weg, der im Einbahnverkehr nur von Gemeindefahrzeugen (Feuerwehr, Sanität) und Zügelwagen befahren werden darf. Dieser Weg dient zudem als öffentlicher Fuss- und Radweg und darf in beiden Richtungen genutzt werden. Die Kehrichtfahrzeuge fahren über die Stägmattstrassezu denContainerstandplätzen neben der Tiefgaragezufahrt. Im Bereich derBesucherparkplätze gibt es einen entsprechend dimensionierten Wendeplatz. Trotz der optimalen Verkehrserschliessung liegt die Stägmatt in einem ruhigen, ländlichen Gebiet. In je 8 - 10 Gehminuten erreicht man das alte Dorfzentrum Urtenen-Schönbühl, das Einkaufszentrum Shoppyland und die beiden Bahnhaltestellen Shoppyland und Schönbühl. Der entlang der Renaturierungszone Urtenenbach verlaufende, durchgehende Rad- und Fussweg führt direkt zur Badeanstalt am Moossee und dessen reizvoller Umgebung.


Städtebauliches Konzept

Die gesamte Bebauung ist als städtebaulich- architektonische Einheit geplant. Die parallel angelegten Hauszeilen stehen im rechten Winkel zum Urtenenbach.Die Bebauung öffnet sich gegen Osten zur Grünzone des Scheidgräblis und nimmt im Westen durch die begrünte Spielfläche und eine durchgehende mit Bäumen durchsetzte Naturhecke Distanz zur bestehenden Gewerbeanlage. Mit dem Wagen fährt man am östlichen Eingang der Anlage in die Tiefgarage, deren Aufgänge zu den Wegen und Plätzen führen. Das Innere der Wohnanlage ist frei von jeglichem Fahrverkehr und damit ruhig und absolut kindersicher. Die niedrige Bauweise (2 Geschosse + Dachgeschoss, statt der in dieser Zone möglichen 3 Geschosse + Attika) wird bewusst gewählt, um den Eindruck eines für dieses Gebiet zu städtischen Quartiers zu vermeiden. Einheitlich zurückhaltend gestaltete Häuser, durch mannshohe Hecken geschützte Vorgärten und Gärten, klar gegliederte Wege, Plätze und Grünfächen geben der Anlage den Charakter einer Wohnsiedlung in einem Park, die zusammen mit der nahe gelegenen Wohnanlage Gmeinmatt zu einer städte-baulichen Einheit werden soll.


Architektonisches Konzept

Die Bebauung ist gegliedert in 17 einzelne, einheitlich gestaltete Blocks, die je nach Grösse 6 bis 9 Wohnungen enthalten. Die Geschosswohnungen sind alle Ost-West orientiert. Alle Wohnungen haben grosse Zimmer und nach Westen hin orientierte, geschützte, grosse Terrassen, dazu im Dachgeschoss offene Dachterrassen. Die Wohnungen im Erdgeschoss haben auf der Ostseite alle einen privaten, von mannshohen Hainbuchen-Hecken umrahmten Vorgarten, auf der Westseite durch gleichartige Hecken geschützte, grosse Gärten. Die auf Säulen stehenden, leicht erhöhten Blocks Nr. 7 und 15 gewähren durch ihre offenen Hallen den Durchblick von den "Dorfplätzen" zur Landschaft des renaturierten Scheidgräblis (Ost) und zum durchgehenden Grüngürtel West.  Die Blocks 4, 5, 6, 7 und 15 haben Lifts, die von der Tiefgarage zu denWohnungen führen, die Lifts der Blocks 7 und 15 verbinden zudem dieTiefgarage mit den beiden "Dorfplätzen". Von deninsgesamt 135 Wohneinheiten sind deren 75 entweder durch ihre Lage im Erdgeschossoder durch die Lifts barrierefrei zu erreichen. Die Architektur derHäuser ist klar, einfach und modern gestaltet. Die Gliederung der Fassaden ergibt sich aus der angestrebten Wahrung der Privatsphäre: Fenster mit Brüstungen, wenn diese an der ungeschützten Aussenwand liegen, raumhohe Fensterflächen dort, wo störende Einblicke aufgrund konstruktiver Elemente oder heckenumrahmter Gärten und Vorgärten nicht möglich sind. Bei jenen Nord- oder Südfassaden, die sich nahe gegenüberstehen, sind die Fenster in der Höhe versetzt, um gegenseitige Einblicke zu verhindern, und werden zudem mit den erforderlichen Brandschutzmassnahmen ausgestattet.


Landschaftsgestaltung

Der alte, schöne Baumbestand entlang dem östlich gelegenen Scheidgräbli bleibt trotz der Renaturierung erhalten. Dieser Grünzug gliedert die beiden Wohnanlagen Gmeinmatt und Stägmatt auf natürliche Weise, deren Verbindung für die Fussgänger durch kleine Brücken über den Wasserlauf des Scheidgräblis gesichert wird. Das Grün des renaturierten Bereichs entlang dem Urtenenbach wird zur natürlichen Begrenzung in nördlicher Richtung. Eine mit einzelnen Bäumen durchsetzte Wildhecke schottet die Wohnanlage gegen Westen ab. Parallel zu den südlich gelegenen, alten Gewerbegebäuden wird eine lockere Baumreihe angelegt. Grün umfasst die Stägmatt in allen vier Himmelsrichtungen, ohne die Anlage damit zu isolieren. Durch die orthogonale Anordnung der Wohnblocks ergeben sich am östlichen und westlichen Ende der Anlage Grünräume, die je nach Lage entweder als Spiel-, Sport- oder Erholungsflächen genutzt werden können. Die Erschliessungswege und Plätze im Inneren der Anlage werden von hochstämmigen Baumreihen begleitet und umfasst, die westlich der Blocks gelegenen, grossen Gärten durch frei angeordnete Bäume aufgelockert. Die Gärten werden mit Wiesengras bepflanzt, die Flächen der Vorgärten sind neben der Grasbepflanzung teilweise mit Gartenkies belegt, um den Aufenthalt im Freien zu erleichtern. Asphaltiert sind nur die Zufahrt zur Tiefgarage die Besucherparkplätze und die Verbindungswege, alle übrigen nicht mit Rasen oder Wiesengras bepflanzten Flächen werden mit Mergelbelägen ausgestattet. Die beiden "Dorfplätze", die kleinen Kinderspielplätze und die Bereiche für Sport und Spiel werden mit den entsprechenden Geräten für Kinder, aber auch für Erwachsene ausgestattet.